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Detlev Poettgen

 

2015 - Review - Part II: Apple Watch

 11 Januar 2016 16:25:30
Nach meinem letzten Blogpost 2015-review-part-1-fahrtenbuch.htm möchte ich den zweiten Teil meines persönlichen Jahresrückblicks der Apple Watch widmen.

An dieser Stelle möchte ich nicht die x-te Bewertung zur Apple Watch schreiben, sondern in kompakter Form meine Erfahrungen nach 250 Tagen alltäglicher Nutzung schildern.

Seit dem 04.05. trage ich die Apple Watch an meinem Handgelenk und möchte sie nicht mehr missen. Dies schon einmal vorab.

Warum ist das so? Im wesentlich gibt es hierfür vier Gründe:

1. Grund: Freiheit


Was ich einfach feststelle, ist, dass mich die Watch von der zwanghaften permanenten iPhone-Nutzung befreit hat.

Image:2015 - Review - Part II: Apple Watch

Vor der Watch habe ich das iPhone ständig mit mir herumgetragen, insbesondere auch in der Wohnung und alle 5 Minuten in der Hand gehabt, um zu prüfen, ob ich etwas verpasst habe. Mit der Watch bleibt das Telefon in der Regel auf dem Schreibtisch liegen oder in der Tasche und ich kann mich frei bewegen.
Das iPhone ist auf "Lautlos" eingestellt und auch "Vibrieren" ist deaktiviert. Erhalte ich einen Anruf oder eine Mail signalisiert mir dies dezent durch ein Tap die Watch und ich kann zur Not bei wichtigen Nachrichten direkt reagieren bzw. melde mich, wenn ich wieder am Platz bin.
Die Apple Watch Bluetooth Verbindung funktioniert bei mir zu Hause über zwei Etagen hinweg zuverlässig, so dass ich das iPhone in der Wohnung nicht mehr mit mir herumtrage.

2. Grund: Aktivitäten


Als die Watch von Apple vorgestellt wurde, wurden die Möglichkeiten als Activity Tracker hervorgehoben. Insbesondere dem Gamification-Ansatz von Apple sich auf drei simple Dinge in Form von zu schließenden Ringen (Stehen - Bewegen - Trainieren) zu fokussieren und hierdurch virtuelle Medaillen zu sammeln, stand ich skeptisch gegenüber. Ich war der Meinung, das mich so ein Schnick-Schnack nicht dazu motiviert, mehr Sport zu treiben oder mich mehr zu bewegen.

Image:2015 - Review - Part II: Apple Watch

Nach nun 250 Tagen muss ich sagen, es funktioniert bei mir und das sogar sehr gut.

Image:2015 - Review - Part II: Apple Watch

Ich habe nun seit 249 Tagen ununterbrochen mein tägliches Trainings- und Bewegungsziel erreicht.

Image:2015 - Review - Part II: Apple Watch

Die Watch hilft mir einfach dabei, mich daran zu erinnern, dass man Abends doch noch eine runde Sport treiben oder sich einfach nur bewegen soll. Insbesondere das Stehziel hilft mir als Büromensch doch häufiger aufzustehen und nicht den ganzen Vormittag am Schreibtisch zu sitzen.

Das nächste Ziel ist die 365-Tage-Medaille Anfang Mai diesen Jahres zu erreichen und meine Bewegungsserie in Takt zu halten.

Erwähnen möchte ich nur, dass ich nicht erst seit der Watch mehr und regelmäßiger Sport treibe. Hiermit habe ich konsequent Ende November 2014 begonnen und zur Überzeugung gelangt etwas ändern zu müssen.
Die Watch dient mir einfach zur Kontrolle und als zusätzlicher Motivator bzw. Kick, um Abends noch ein Runde Sport zu machen oder einfach, wenn ich unterwegs bin, noch eine Runde spazieren zu gehen.
Was ich konkret über das Jahr 2015 getan habe und was bei mir funktioniert hat, schildere ich in dem kommenden Part III dieser kleinen Blogpost-Serie.


3. Grund: Apps und der Wecker Ersatz


Die Watch bietet seit dem letzten Apple Watch Update einen Nachtmodus an. Wird die Watch beim Laden auf die Seite gelegt fungiert sie als normale Uhr und als Wecker.
Image:2015 - Review - Part II: Apple Watch
Die Ladestation steht seitdem neben meinem Bett und hat den Wecker ersetzt.

Ansonsten benutze ich regelmäßig die Wetter-App, Nachrichten, Maps, Passbook, F.A.Z. und die Fitness App.

Auf die Killer-Drittanbieter-App warte ich noch. Es gibt einige Anbieter bzw. Bereiche für die sich die Watch mehr als anbietet. Ich warte sehnsüchtig darauf das Sonos die Watch mit einer eigenen Controller App unterstützt. Der Bereich Home Automation schreit förmlich nach der Watch als Eingabeschnittstelle.

Leider ist in Deutschland Apple Pay noch nicht verfügbar. Ob ich über die Watch bezahlen würde? Definitiv!

4. Grund: Design & Funktionalität


Mir gefällt die Watch einfach und sie tut zuverlässig ihren Dienst. Die Bluetooth Verbindung zum iPhone werkelt stabil und belastet den Akku nicht spürbar. Sowohl Watch als auch iPhone bringen mich mit einer Akkuladung zuverlässig über den Tag.
Die Watch muss allerdings über Nacht geladen werden. Nach einem normalen Tag zeigt sie in der Regel 40% Restakkuladung an. Zweimal habe ich das nächtliche Laden vergessen bzw. musste feststellen, das die Stromdose an der das Netzteil hing keinen Saft hatte. Am Folgetag war dann gegen 14:00 Uhr die Watch am Ende.
Einen Absturz hatte ich in der Zeit nicht einmal. Zweimal musste ich die Watch in den 250 Tagen neustarten, da sich plötzlich der Akku schnell leerte. Grund hierfür war vermutlich eine im Hintergrund abgestüzte bzw. weiterlaufende App.

Als Fazit: Die Watch ist auch ohne Killer-Drittanbieter-App für mich aus meinem Alltag nicht mehr wegzudenken!

Ob sie das Geld wert ist, muß jeder für sich entscheiden. Es gibt sicherlich günstigere reine Fitness Tracker oder günstigere Android Uhren. Aber für mich zählt das Gesamtpaket und mit der Apple OS Plattform eine gewisse Investitions- und Zukunftssicherheit.

Man darf eins nicht vergessen, es ist die erste Generation der Watch und dafür ist es ein mehr als rundes Paket. Apple wird mit den kommenden Versionen nachlegen und hat mit Apple WatchOS v2.0 eine sehr gute Plattform geschaffen auf der Apple und insbesondere App Entwickler aufbauen können.


So jetzt ist Schluss mit diesem Post - Meine Watch erinnert mich grad daran, das es Zeit ist aufzustehen und die 250 voll zu machen sind ;-)

PS: Geduscht habe ich übrigens auch schon mit der Watch und sie hat es überstanden. Ich habe einfach vergessen sie abzutun.

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